Schwerpunkte

Die JUSO Stadt St. Gallen tritt am 27. September 2020 auf der Liste 1b für die Stadtparlamentswahlen an.

Hier findest du unsere Kernthemen:

Freiräume: Unsere Freiheit statt ihre Profite!

Wir wollen eine Stadt, die wirklich allen gehört. Alle sollen den öffentlichen Raum nutzen, einnehmen und prägen können – ohne Konsumzwang, behördliche Hürden oder diskriminierende Gesetze. Darum fordern wir:

  • Den öffentlichen Raums nicht kommerzialisieren!
    In unserer Stadt fehlen die Plätzen zum Sein, Chillen oder Feiern, ganz ohne Konsumzwang. Eine lebendige Ausgangsszene ist nicht bloss ein Privileg! Wir wollen autonome Jugendzentren, die von den Jungen selber verwaltet und bestimmt werden. Ebenso sollen Clubs ohne Konsumzwang von der Stadt unterstützt werden.
  • Reglement für alle Demos festlegen!
    Kulturschaffende und politische Aktive müssen jedes Mal um Bewilligungen kämpfen. Dabei gehören politische Veranstaltungen und Kunst zu einer lebendigen Stadt. Wir wollen ein städtisches Reglement mit festgelegten Demorouten, damit es einfacher wird, Kundgebungen zu planen und auf die Strassen zu gehen.
  • Wegweisungsartikel aufheben!
    In St. Gallen kann die Polizei völlig willkürlich Menschen aus dem öffentlichen Raum wegweisen. Wir wollen eine Aufhebung des Wegweisungsartikels, weil St.Gallen mehr ist als nur eine schöne, saubere, kleinbürgerliche Fassade.

Klima: Wem sini Zuekunft? Üsi Zuekunft!

Wir wollen eine Stadt für Menschen, nicht für Autos und Konzerne. Damit auch unsere Generation eine Zukunft in St.Gallen hat, braucht es den konsequenten Kampf gegen die Klimakrise. Darum fordern wir:

  • Velonetz ausbauen, Autos raus aus der Innenstadt!
    Niemand braucht ein Auto in der Stadt! Wir wollen ein Autoverbot in der Innenstadt und stattdessen durchgehende, sichere und breite Velowege überall, sowie Vortritt für den öV gegenüber dem Einzelverkehr.
  • öV im Stadtgebiet gratis machen!
    Der öffentliche Verkehr ist ein Service Public und muss so wirklich allen immer zugänglich sein. Wir wollen, dass der öV im Stadtgebiet gratis ist, damit mehr Leute den Bus statt das Auto oder das Taxi nehmen.
  • Bis 2030 emissionsneutral werden!
    Die Stadt St.Gallen will bis 2050 emissionsneutral werden. Wir finden, da geht noch mehr. Wir wollen, dass der Stadtrat überprüft, wie schon vorher die Emissionen gesenkt werden können, und jede mögliche Anstrengung unternimmt.

Feminismus: Gegen Sexisten: fight the system!

Wir wollen eine Welt ohne Diskriminierung aufgrund von Geschlecht oder sexueller Orientierung. Patriarchale Strukturen, Gewalt und Unterdrückung müssen auch in der Stadt bekämpft werden. Darum fordern wir:

  • Organisationen gegen Gewalt an Frauen* unterstützen!
    Die Istanbul-Konvention nimmt auch die Stadt St.Gallen in die Pflicht. Wir wollen mehr Anlaufstellen für Betroffene von häuslicher und sexualisierter Gewalt und dass bestehende Organisationen wie das Frauenhaus finanziell mehr unterstützt werden.
  • Sexismus im St.Galler Ausgang thematisieren!
    Unsere Stadt ist ein Ausgangszentrum für den ganzen Kanton. Umso wichtiger ist es, dass Sexismus und sexualisierte Gewalt im Ausgang bei uns verhindert werden. Wir wollen eine Aufklärungskampagne und mehr Massnahmen von Seiten der Stadt.
  • Kostenlose Krippen und Tagesbetreuung für alle bieten!
    Kinderbetreuung ist kein Luxusgut, sondern ein Service Public. Wir wollen, dass Kinderkrippen, Mittagstische und andere Betreuungsangebot für alle zugänglich und darum gratis sind.

Kultur: Kultur ist Arbeit!

  • Kulturschaffende besser absichern!
    Auch Kultur und Kunst sind Arbeit. Kulturschaffende leisten einen wichtigen Beitrag zum Leben in unserer Stadt und brauchen dafür eine existenzsichernde Unterstützung. Wir fordern darum ein städtisches System für die soziale und ökonomische Absicherung für Kunst- und Kulturschaffende.
  • Günstige Räumlichkeiten für Kultur bereitstellen!
    Besonders alternative Kulturräume auf städtischem Boden stehen wegen dem «Standortfaktor» dauernd unter Druck. Damit auch junge und nicht kommerzielle Kulturschaffende ihrer Kunst nachgehen können, wollen wir günstige oder kostenlose Räumlichkeiten für Kultur in der Stadt.
  • Kultur als gesellschaftlichen Wert anerkennen!
    Das Streben nach Profitmaximierung und Renditen führen im Kapitalismus immer stärker dazu, dass Kreativität und freie Kunst vernachlässigt und verdrängt werden. Die Kulturszene und das freie Schaffen der Menschen müssen stärker gewürdigt werden. Wir wollen eine Diskursänderung, bei der der gesellschaftliche Wert der Kunst und nicht der Profit im Zentrum steht.

Chancengleichheit: Haben den Sinn von Grenzen nie verstanden!

  • Keine Sparpakete auf dem Buckel der Bevölkerung!
    Sparpakete bedeuten das Abwälzen einer schlechten Finanzpolitik auf die ganze Gesellschaft. Dabei sind der Grund dafür die ständigen Steuerexperimente der Bürgerlichen, die nur Reichen und Firmen zugutekommen. Wir wollen, dass die Stadt keine einzige Abbaumassnahme durchführt, und stattdessen die Einnahmeseite ihrer Finanzen korrigiert.
  • Reichtum durch gerechte Steuern für Bonzen umverteilen!
    Reichtum und Erfolg sind immer eine kollektive Leistung; wer enorme Summen verdient, soll also auch mehr über Steuern an die Gesellschaft zurückgeben. Darum wollen wir in der Stadt St.Gallen einen progressiven Steuerfuss und eine höhere Vermögenssteuer für Superreiche!
  • Politische Rechte ab 16 für alle schaffen!
    Die Welt von Morgen gehört der jungen Generation. Darum sollen junge Menschen direkt über die Zukunft mitbestimmen können, in der sie leben werden, statt diese Entscheidungen den Alten zu überlassen. Wir wollen darum politische Rechte für alle Menschen ab 16, die ihren Wohnsitz in der Stadt St. Gallen haben, unabhängig von ihrer Nationalität.
  • Geflüchtete aus Krisengebieten direkt aufnehmen!
    Menschenrechte gehen über die Landes- und Stadtgrenzen hinaus. Deshalb wollen wir, dass St. Gallen eine Zufluchtsstadt wird und Geflüchtete aus Krisengebieten wie Moria direkt aufnimmt.
  • Echte Uni für die Stadt schaffen!
    In der Stadt gibt es für viele Jugendliche langfristig keine Zukunft. St.Gallen verliert fortlaufend die zukünftige Generation an Zürich; die wenigstens kommen zurück. Wir wollen ein grösseres Bildungsangebot auf Ebene der Fachhochschule und Universität in St.Gallen, damit wir nicht nur eine Wirtschaftsstadt bleiben.